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Katrin Reißberg löst DM-Ticket

>>>grosses Bild Von Sebastian Vogel
Münster. Kampfsport statt Karneval: In der neuen Dreifach-Halle an der Bodelschwinghstraße in Hiltrup fanden gestern die Westdeutschen Meisterschaften im Judo statt. Über 200 Kämpfer hatten sich für diesen Wettbewerb über die verschiedenen Bezirksausscheidungen qualifiziert: Judoka aus den Bezirken Köln, Düsseldorf, Arnsberg, Detmold und eben Münster hatten sich eingefunden. Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Titelkämpfe die Sportler konnten sich über gut organisierte Rahmenbedingungen freuen.
Auch die erste Vorsitzende der Judogemeinschaft Münster, Gabi Reißberg, zeigte sich bereits am Nachmittag vollauf zufrieden: Bisher läuft es wirklich gut. Auf die zeitlichen Abläufe können wir natürlich keinen Einfluss nehmen, aber die Organisation passt soweit.
Ein großes Lob sprach sie auch dem zweiten Vorsitzenden Michael Fausten und Geschäftsführer Klaus-Dietmar Kroll aus: Ohne die beiden hätten wir das nie hinbekommen. Auch die 40 ehrenamtlichen Mitarbeiter trugen einen großen Teil dazu bei, dass Münster im ersten Ausrichtungsjahr es folgen noch drei weitere eine reibungslose Premiere der Kämpfe garantieren konnte.
Die Aussicht auf einen Startplatz bei den Deutschen Meisterschaften am 17. und 18. März in Frankfurt/Oder wirkte sich sichtlich auf das Niveau der Begegnungen aus die Kämpfer schenkten sich nichts. Einen Platz unter den ersten vier der jeweiligen Gewichtsklasse musste man erreichen, um sein Ticket für die DM lösen zu können.
Aus Reihen der JG Münster gelang dies als erster Kämpferin Frederike Böhm, die allerdings ohne Sieg blieb; bei nur vier Teilnehmern in ihrer Gewichtsklasse bis 44 Kilo spielte das allerdings nur eine untergeordnete Rolle.
Ein wenig enttäuscht zeigte sich Gabi Reißberg hingegen von JG-Starter Marius Gleis, der in seiner Gewichtsklasse bis 100 Kilo nach zwei Niederlagen seine Hoffnungen auf eine vordere Platzierung begraben musste. Da hatten wir schon höhere Erwartungen.
Zwei weitere heiße Eisen hatte die Judogemeinschaft jedoch noch im Feuer, und die kamen aus der Familie der Vorsitzenden: die beiden Geschwister Svenja und Katrin Reißberg.
Katrin setzte sich zunächst zweimal souverän in ihrer Gewichtsklasse bis 70 Kilo durch, musste dann im dritten Kampf gegen Corinna Durchfeld vom Essener JC in die Verlängerung und siegte dort knapp mit einem Wurf. Später traf sie erneut auf dieselbe Gegnerin, diesmal war auch nach der Verlängerung keine Siegerin festzumachen. Somit mussten nach acht Minuten die drei Kampfrichter entscheiden, wer aktiver und aggressiver bei der sicherlich ausgeglichensten Begegnung des Tages war sie entschieden für Durchfeld und kürten diese damit zur Westdeutschen Meisterin. Katrin Reißberg wurde immerhin Zweite und fährt somit als Westdeutsche Vizemeisterin nach Frankfurt, was ihrer Schwester Svenja als Gruppenfünfte verwehrt bleiben wird.
Katrin war am Fuß verletzt und zusätzlich auch noch krank, sie hatte einen enormen Trainingsrückstand. Und von daher ist der zweite Platz wirklich ein super Ergebnis, freute sich Gabi Reißberg über die Leistung ihrer Tochter und über einen gelungenen Abschluss der Wettkämpfe.
 

Montag, 19. Februar 2007  |  Quelle: Westfälische Nachrichten (Münster)