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Niederländische Judoka zu Gast in Münster

 

Samstag, 03. März, 10 Uhr vormittags: In der Trainingsstätte der Judogemeinschaft Münster herrscht ein Durcheinander aus Jugendlichen, Trainern und Sprachen. „Was heißt denn ‚Sollen wir zusammen trainieren’ auf Holländisch?“ fragt aufgeregt ein 12-Jähriger. „Sag es doch auf englisch, das verstehen alle“, rät ihm die Trainerin. Plötzlich legt sich jedoch der Lärm, knapp 60 Jugendliche im Alter von 12-16 Jahren bilden eine geordnete Reihe, man verbeugt sich zur traditionellen Begrüßung und beginnt das gemeinsame Training.

Zu diesem hatte die JG geladen, 25 Judoka aus der niederländischen Grenzregion Twente waren der Einladung gefolgt und mit ihren Trainerinnen angereist, um mit den Münsteranern ein gemeinsames Randori („Übungskampf“) zu absolvieren.

Die anfänglichen Verständigungsprobleme sind schnell überwunden „die Fachbegriffe und Kommandos sind sowieso auf japanisch und daher international verständlich“, erklärt Sigrid Horstmann, Mitorganisatorin auf deutscher Seite. „Außerdem springt beim gemeinsamen Trainieren der Funke meist schnell über, da versteht man sich auch ohne viele Worte.“

Dieser Auffassung scheinen auch die Jugendlichen zu sein, denn sie nutzen die Gelegenheit, sich hier mit vielen neuen Partnern zu messen. Die Resonanz auf den erstmalig durchgeführten „Randoritag“ ist gut. Obwohl die Turnhalle ganz mit Matten ausgelegt ist, wird es voll, deshalb unterteilen die Trainer die Judoka nach dem gemeinsamen Aufwärmen in zwei Gruppen. Während die leichten Gewichtsklassen kämpfen, haben die „schweren Jungs“ (und Mädchen) Zeit, zu verschnaufen und sich einen neuen Partner zu suchen, alle vier Minuten wird gewechselt. Bei der abschließenden Massage- und Entspannungseinheit sind wieder alle auf der Matte, denn nach so viel Wettkampf tut es gut, die müden Muskeln etwas zu lockern.

Die Idee zu dieser gemeinsamen Veranstaltung entstand bei einem Trainerseminar der Europäischen Akademie des Sports (EADS), bei dem deutsche und niederländische Judosportler über Verbesserungsmöglichkeiten in der Nachwuchsförderung diskutierten. Von der EADS gab es auch einen finanziellen Zuschuss, von dem die Verpflegungskosten bestritten werden konnten.

„Von solchen grenzübergreifenden Austauschen profitieren beide Seiten“ freut sich JG-Trainer Oliver Berkemeier, „deswegen möchten wir die Zusammenarbeit weiter ausbauen, auch ein Gegenbesuch ist natürlich schon in Planung!“

 

Alternativtext  :-))

Niederländische Judoka zu Besuch in Münster

Am vergangenen Samstag (3. März) führte die Judogemeinschaft erstmalig einen deutsch-niederländischen „Randoritag“ durch. 25 Jugendliche aus der niederländischen Grenzregion Twente reisten mit ihren Trainerinnen an, um mit den münsteraner Judoka ein gemeinsames Training und Randori (Übungskampf) zu absolvieren. Nach dem Aufwärmprogramm nutzten die 12-16jährigen die Gelegenheit, sich in kleinen Kämpfen mit vielen verschiedenen Partnern zu messen und das eigene Können zu erproben. Den Abschluss der Einheit bildete eine lockernde Massage, bevor die Athleten sich an einem gesunden Imbiss stärken konnten, den ein Elternteam vorbereitet hatte. Die zweite Trainingseinheit wurde von den niederländischen Trainerinnen geleitet, die den Jugendlichen mehrere Techniken vorstellten, bevor die zweite Randoriphase begann. Als letzter Programmpunkt stand noch einmal Entspannung auf dem Programm, denn „ein Judoka muss auch lernen, mit Anspannung und Stress umzugehen“ wie die niederländische Trainerin Rita Evenberg erklärte.

Die Idee zu dieser Veranstaltung entstand bei einem Trainerseminar der Europäischen Akademie des Sports (EADS), bei der die JG-Trainer Oliver Berkemeier und Jens Möller gemeinsam mit weiteren deutschen und niederländischen Judosportlern über Verbesserungsmöglichkeiten in der Nachwuchsförderung diskutierten. Von der EADS gab es auch einen finanziellen Zuschuss, von dem die Verpflegungskosten bestritten werden konnten.

Mit 60 aktiven Judoka auf der Matte war die Veranstaltung ein voller Erfolg: „Von solchen grenzübergreifenden Austauschen profitieren beide Seiten“ freuen sich die Trainer, „deswegen möchten wir die Zusammenarbeit weiter ausbauen, auch ein Gegenbesuch ist natürlich schon in Planung!“