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Im zweiten Versuch lief es besser
 

Nach dem unerwartet schnellen Ausscheiden bei den Deutschen Meisterschaften der Frauen im letzten Jahr in Bayreuth lief die Neuauflage für Katrin Reißberg von der Judogemeinschaft Münster am 17. Januar an gleicher Stelle deutlich besser. Bei den Titelkämpfen wurde sie Siebte und konnte als U20-Kämpferin den Einblick in den Erwachsenenbereich für sich als Erfolg verbuchen.

Reißberg war nach ihrem Westdeutschen Meistertitel bei den Frauen vom Landesverband auf die DEM gesetzt. Nach Freilos und deutlich gewonnenem ersten Kampf ging es schon um den Einzug ins Halbfinale. Gegen die Bundeskaderathletin Barbara Bandel konnte die Münsteranerin zunächst gut mithalten. Am Ende jedoch galt es eine kleine Wertung aufzuholen. Deshalb musste Reißberg aufmachen und fiel vier Sekunden vor Schluss noch Ippon. Nun ging es in der Trostrunde weiter. Auch hier begann es zunächst gut mit einem Sieg. Im Kampf um den Einzug ins kleine Finale wartete mit Friederike Majer eine alte Bekannte. Die zuletzt positive Bilanz für Reißberg ließ die Erwartung aufkommen, dass das ein lösbare Aufgabe würde. Aber auch Majer wollte unbedingt den Sieg. In der regulären Kampfzeit gab sich keine von beiden eine Blöße, so dass es in die Verlängerung ging. Hierbei führt die erste Wertung zum Sieg. Reißberg war die offensivere Kämpferin, konnte sich aber dennoch nicht entscheidend durchsetzten. Eine halbe Minute vor Schluss wurde sie dann von Majer überrascht und musste eine Niederlage hinnehmen. „Ohne Wertung hätte sie am Ende mit Kampfrichterentscheid gewonnen“, war sich JG-Trainer Oliver Berkemeier sicher. „Ich verstehe die Enttäuschung von Katrin, aber sie hat ein sehr gutes Turnier gekämpft und kann, gerade weil es sich schon um den Frauenbereich handelt, mit dem 7. Platz durchaus zufrieden sein.“