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Katrin Reißberg Fünfte der Deutschen Meisterschaft

In der Gewichtsklasse bis 63 kg waren 24 Teilnehmerinnen am Samstag (18.02.2006) in Neuhof/Hessen auf der Deutschen Einzelmeisterschaft der Altersklasse U17 am Start. Eine unter ihnen war Katrin Reißberg von der Judogemeinschaft Münster, die mit dem Erreichen des Fünften Platzes einen  beachtlichen Erfolg feierte.

Nach einem Freilos musste Reißberg gegen Kristin Valenta über die volle Kampfdauer von vier Minuten gehen, blieb aber gegen die starke Berlinerin mir der zweithöchsten Wertung siegreich. Später kämpfte sich diese Athletin sogar in der Trostrunde im anderen Pool auf den dritten Platz vor. Gegen Melanie Wolf vom Württembergischen Judoverband hatte die Münsteranerin Pech. Nur durch zwei Strafen verlor sie am Ende der Kampfzeit die Begegnung unglücklich und verpasste so den Einzug ins Halbfinale. In der Trostrunde wartete dann Anna Riedl aus Bayern. Hier konnte die Drittplatzierte der Westdeutschen Meisterschaft einen Seoi-nage (Schulterwurf) durchbringen, der die Gegnerin auf die Matte beförderte. Reißberg setzte sofort im Boden nach und holte den vollen Punkt mit Haltegriff. Den nächsten Sieg erlangte die Kämpferin des Polizeisportvereins Münster gegen Janine Hoffmann. Nach nur 37 Sekunden hatte Reißberg ihre Lieblingstechnik, den Uchi-mata (Innenschenkelwurf) durchgebracht und die Brandenburgerin fiel Ippon. Nun stand für die Landeskaderathletin der Kampf um die Bronzemedaille an.  Doch  die  gesetzte  Anne Lisewski  aus Berlin  machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Etwa 1½ Minuten konnte sich Reißberg gegen die drohende Niederlage wehren, doch dann musste sie sich in einem Haltegriff geschlagen geben.

Nach dem bereits tollen siebten Platz im Vorjahr konnte sich die JGlerin wieder etwas steigern. Die harte Arbeit hatte sich also ausgezahlt. In zwei Wochen wird sich Reißberg ganz ohne Erfolgsdruck in einer höheren Alters- und Gewichtsklasse auf den Westdeutschen Meisterschaften der Frauen U20 der Herausforderung stellen. „Dort kann ich frei aufkämpfen und habe nichts zu verlieren“, sieht Reißberg ihrer nächsten Aufgabe gelassen entgegen.

Marius Gleis (Stammverein S. C. Westfalia Kinderhaus) wurde in der Gewichtsklasse bis 90 kg nach einem gewonnenen und zwei verlorenen Kämpfen Elfter.

Ebenso den elften Rang erlangte die junge Franziska Chabowski vom TV Wolbeck unter 23 Startern in der Klasse bis 40 kg. Nach einem Freilos verlor sie ihren ersten Kampf im Hauptfeld gegen die spätere Meisterschaftsdritte Maria Graf vom Bayrischen Judoverband. In der Trostrunde gelang der Bezirkskaderathletin ein schöner Ippon-Sieg in nur 20 Sekunden gegen Lucy-Mae Popp (Thüringen) bevor sie Carina Schumacher aus Niedersachsen unterlegen war. Allerdings war die Begegnung nach der regulären Kampfzeit ausgeglichen, so musste man in die Verlängerung. Nach fast sechs Minuten jedoch hatte Chabowski nichts mehr entgegen zu setzen und musste ihrer starken Kontrahentin, die dann noch Siebte wurde, das Feld überlassen.

Franziskas Vereinskamerad Philipp Meer begann in der Gewichtsklasse bis 46 kg gleich mit einem Auftaktsieg gegen Tom Storin aus Sachsen. Die nächste Begegnung allerdings gab er an den Württemberger Steffen Friedriszik ab und musste auch in der Trostrunde noch eine Niederlage gegen Marco Storsberg (NRW) hinnehmen. Am Ende stand ein 13. Platz zu Buche.

Als jüngster Jahrgang angetreten, war die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft bereits ein sehr großer Erfolg für die beiden Wolbecker und Trainer Torge Sulkiewicz zeigen die Ergebnisse, dass in den kommenden Jahren der Sprung in die nationale Spitze durchaus möglich ist.