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Reißberg gewinnt Bronze auf Internationalem Turnier

Am Samstag (12.11.05) fand in Holzwickede ein internationales Turnier der weiblichen Jugend U16 mit mehr als 260 Teilnehmern statt. Katrin Reißberg von der Judogemeinschaft Münster wurde in der Gewichtsklasse bis 63 kg mit fünf Siegen und nur einer Niederlage Dritte.

Aus dem gesamten Bundesgebiet waren die Kämpferinnen angereist, um bei diesem hoch dekorierten Turnier, das dem Deutschen Judobund jedes Jahr zur Sichtung des Nachwuchses dient, teilzunehmen. Die Münsteranerin hatte es mit 43 Konkurrentinnen in ihrer Klasse zu tun. Die erste Begegnung konnte sie in nur wenigen Sekunden durch einen Ausheber gegen Leonie Ittemann vom Württembergischen Judoverband für sich entscheiden. Der zweite Kampf dauerte für die Athletin des Polizeisportvereins nur unwesentlich länger. Durch ihre Lieblingstechnik, dem Uchi-mata (Innenschenkelwurf), beförderte sie die Berlinerin Charleen Gesch auf die Matte. Die dritte Auseinandersetzung war dann etwas umkämpfter. Die Landeskaderathletin musste gegen Anne Ritt aus Leipzig über die volle Distanz gehen und holte sich den Sieg am Ende mit der zweithöchsten Wertung. Gleich drei Verwarnungen erhielt Lisa Hämmerle vom TV Marsch (Baden) im vierten Kampf gegen Reißberg und stand somit kurz vor der Disqualifikation. Jedoch wollte Reißberg sich nicht darauf  ausruhen und erzielte mit einem Harai-Goshi (Hüftfeger) einen vollen Punkt. Dieser bedeutete auch gleichzeitig den Poolsieg, zu dem die 15-Jährige ungefährdet gelangt war. „So war es doch schöner, als wenn die Gegnerin hochgestraft worden wäre“, meinte sie später zufrieden mit ihrer Leistung. Jetzt musste sie im Halbfinale gegen die Top-Judoka aus Berlin, Anne Lisewski, antreten. Etwas verhalten und mit zu viel Respekt beschränkte sich die sonst so offensive Reißberg am Anfang nur auf Verteidigung. Dennoch konnte sie durch eine mittlere Wertung in Führung gehen. Diese wusste die Münsteranerin aber nicht über die Zeit zu bringen und unterlag dann doch deutlich. Nachdem Reißberg nun den Endkampf verpasst hatte, galt es sich noch einmal für das kleine Finale zu konzentrieren. Hier ging es immerhin noch um einen Treppchenplatz. Dieser wurde dann gegen Kristin Valenta aus Berlin, wieder durch einen konsequenten Hüftfeger, erzielt. „Ich kann stolz sein auf meine zweite Bronzemedaille auf internationaler Ebene in diesem Jahr, besonders, da ich mich technisch wieder etwas verbessert habe“,  ist sich Katrin Reißberg mit ihren Trainern einig.