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Bronze für Reißberg auf Internationalem Turnier

Am Samstag (24.09.05) fand in Bremen ein internationales Turnier für die Altersklasse U 16 weiblich statt. Der Roland-Cup war mit 150 Teilnehmerinnen wie jedes Jahr gut besetzt. Katrin Reißberg von der Judogemeinschaft Münster war vom Landestrainer nominiert worden und ging in der Gewichtsklasse bis 63 kg an den Start. Hier belegte sie unter 19 Startern nach fünf Siegen bei nur einer Niederlage den 3. Platz.

Reißberg fand schlecht in das Turnier und agierte in der ersten Begegnung viel zu vorsichtig. So musste sie bald eine Passivstrafe hinnehmen, die der Gegnerin zwar nur die kleinste Wertung einbrachte, ihr aber zum Sieg reichte. Eine völlig unnötige Niederlage für die Athletin des Polizeisportvereins Münster, wie sich später herausstellen sollte. Jetzt musste für Reißberg in der Trostrunde alles glatt laufen, um noch einen Treppchenplatz zu erobern. Regina Schneider aus Witten machte ihr zuerst das Leben schwer. In Gedanken noch bei der letzten Auseinandersetzung konnte Reißberg zwar knapp gewinnen, musste aber über die volle Zeit gehen. Noch immer nicht hatte die 15-Jährige ihren Rhythmus gefunden, konnte sich aber von Kampf zu Kampf steigern. Gegen Lina Stoltenberg aus Schleswig-Holstein siegte Reißberg mit einer mittleren Wertung bevor sie dann gegen ihre Kollegin Kathi Dziuba vom Nordrhein-Westfälischen Judoverband einen vorzeitigen Sieg durch einen Würger einfuhr. Auch gegen Carina Schreiber aus Hessen hieß es Ippon, diesmal durch einen O-soto-gari (große Außensichel). Im kleinen Finale gab es also ein Wiedersehen mit der ersten Gegnerin, Franziska Hildebrand vom Brandenburgischen Judoverband. Diesmal ließ sich Reißberg den Sieg nicht nehmen. Sie agierte von Anbeginn offensiv, zeigte Angriffsjudo und konnte nach klarer Überlegenheit durch einen Harai–goshi (Hüftfeger) mit der Höchstwertung gewinnen. „Wenn Katrin im ersten Aufeinandertreffen auch so selbstbewusst gekämpft hätte, wäre sie bis ins Finale marschiert“, resümierte Trainer Ingo Rudkoski. Aber nach dem undankbaren 5. Rang im letzten Jahr war die Landeskaderathletin mit der Bronzemedaille sehr zufrieden.