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Teilnahme an Deutschen Meisterschaften erkämpft

Katrin Reißberg von der JG-Münster qualifiziert

Am Wochenende richtete die Judogemeinschaft Münster die Westdeutschen Einzelmeisterschaften der Frauen und Männer U17 mit fast 300 Teilnehmern aus. Fünf Münsteraner Judoka hatten sich hierfür über die Kreis- und Bezirksebene qualifiziert. Katrin Reißberg, die vom Landestrainer in der Gewichtsklasse bis 63 kg gesetzt war, konnte sich als Einzige bis auf das Treppchen vorkämpfen und sich mit dem Dritten Rang einen Startplatz auf den Deutschen Einzelmeisterschaften sichern.

Gleich im ersten Kampf traf Reißberg auf die Zweitplatzierte des Bezirkes Köln, Kathrin Amarell, eine nicht ganz leicht zu bewältigende Aufgabe. Fast die volle Kampfzeit brauchte die Namensvetterin aus Münster um ihre Kontrahentin mit ihrer Spezialtechnik, dem Uchi-Mata (Innerer Schenkelwurf), auf die Matte zu befördern. Die Zweite Begegnung lief deutlich besser. Nur wenige Sekunden benötigte die Kaderathletin, um Jessica Kratz mit einem Harai-Goshi (Hüftfeger) zu Boden zu bringen und dann mit einem Haltegriff vorzeitig den Punkt zu machen. In der nächsten Auseinandersetzung wurde die 14-jährige Münsteranerin, die Anfang Januar noch zur DJB-Sichtung eingeladen war, wieder sehr gefordert. Unerwartet stark agierte Maresa Groten und machte Reißberg das Leben schwer. Nach einem Virusinfekt konditionell noch nicht wieder ganz auf der Höhe, brachte sie dennoch den Kampf über die Zeit und siegte mit einer kleinen Wertung. Nun ging es gegen die Westdeutsche Meisterin der U15 aus dem Vorjahr, Yvonne Malinowski. Die Top-Sportlerin vom JC Hennef machte sich auf, diesen Titel auch in der U17 zu holen und zeigte Reißberg klar die Grenzen auf. Als die Kämpferin des Polizeisportvereins Münster zu einem Uchi-Mata ansetzte, wurde sie eiskalt ausgekontert und war der späteren Siegerin unterlegen. Um sich doch noch das Ticket für die Deutschen Meisterschaften, die am 13. Februar in Naumburg/Sachsen-Anhalt stattfinden, zu sichern, musste Reißberg im letzten Kampf gegen Jacqueline Kreft aus Hagen gewinnen. Etwas verhalten agierte die Münsteranerin, ging es doch um so viel. Letztendlich aber sicher setzte sie ihren O-Soto-Gari (Große Außensichel) an, kombinierte dann zum Seoi-Otoshi (Schultersturz) und warf ihre Gegnerin Ippon. Der Dritte Platz aus einem 18-köpfigen Feld und damit die Qualifikation für die „Deutsche“ war erreicht. Mit Katrin Reißberg freute sich JG-Trainer Ingo Rudkoski über den Erfolg.

In der Klasse bis 52 kg erreichten Nika Hamraeva (BSV Roxel) den fünften und Carina Böhm (JG Münster) den siebten Platz. Frederike Böhm (-40kg/JG) und Maren Bredehöft (-57/ S.C.Westfalia Kinderhaus) wie auch  Julian Kulaga (-46kg/TuS Hiltrup) und Andreas Gärtner (-43kg/Teutonia Coerde) schieden vorzeitig aus.

Die Plattform dieser Großveranstaltung nutzte die Judogemeinschaft Münster, um einen Spendenaufruf zu starten. Die JG-Mitarbeiterinnen Sigrid Flachmeyer und Veronika Böhm hatten unermüdlich Kaffee, Kuchen und Würstchen an die Aktiven und Besucher des Turniers verkauft. Die Hälfte der Einnahmen des Wochenendes sollte den Flutopfern Südostasiens zur Verfügung gestellt werden. Hierzu hatte man die Leiterin der Unicef-Arbeitsgruppe Münster, Frau Edith Moldrickx, eingeladen. Sie versicherte, dass die Spende zu hundert Prozent in die Soforthilfe nach Indonesien geht. Nach den Wettkämpfen am Sonntag konnte die JG die stolze Summe von 625 Euro überreichen. „Für das Geld kann 200 Kindern in Schutzzentren Schulunterricht erteilt werden“, wusste Frau Moldrickx zu berichten und sprach ein großes Dankeschön an alle Helfer, die dazu beigetragen hatten, aus.